Unser Waldkindergarten ist ein Ort, an dem man Kind sein darf.

Wir Erzieherinnen möchten uns einsetzen fĂŒr „unsere“ Kinder und deren BedĂŒrfnisse. Sie sollen das GefĂŒhl haben, so angenommen zu werden, wie sie sind  – mit all ihren StĂ€rken und SchwĂ€chen. Wir wĂŒnschen uns, dass sich jedes Kind bei uns geborgen fĂŒhlt. Wir setzen unsere FĂ€higkeiten und KrĂ€fte dafĂŒr ein, mit gutem Beispiel voranzugehen und ihnen VerstĂ€ndnis, Anteilnahme und Achtung vor der Natur und allen Lebewesen vorzuleben.

Die Lage unseres 2 gruppigen Waldkindergartens direkt am Waldrand umgeben von Streuobstwiesen und mitten im Schurwald ermöglicht uns tÀglich die Begegnung mit der Natur als fester Bestandteil unserer Bildungslandschaft.

Wir geben unseren Kindern die Zeit, die sie benötigen und die FreirÀume, ihre Welt zu erforschen.

Sie sollen Fragen stellen und nach einer Antwort suchen dĂŒrfen.

Wenn wir fĂŒr die Zukunft eine Welt des Friedens anstreben, erreichen wir das nur mit Respekt fĂŒreinander und mit gegenseitigen Anstrengungen in der Gegenwart, Zuhause und im Kindergarten.

Eine glĂŒckliche Kindheit ist die wertvollste und schönste aller Erfahrungen und sie begleitet uns ein Leben lang.

(aus dem Vorwort unserer Konzeption)

Kindersachenmarkt am 01. MĂ€rz 2026

Pflanz-eine-Blume-Tag am 12. MĂ€rz 2026

Unser Team

Alle unsere Erzieherinnen haben langjĂ€hrige Berufserfahrung und bilden sich regelmĂ€ĂŸig in den verschiedensten Teilbereichen der PĂ€dagogik fort.

Unser Kinderschutz­konzept des Waldkindergarten Schurwaldspatzen

Unser Waldkindergarten ist geprÀgt von einer gemeinsamen Verantwortung und Gestaltung aller Beteiligten: der Kinder, des Teams, der Eltern und des TrÀgers.

Auf der Basis des Bundeskinderschutzgesetzes haben wir im vorliegenden Schutzkonzept alle Anforderungen, die wir zum Schutz und zum Wohle der uns anvertrauten Kinder an uns selber stellen, berĂŒcksichtigt und niedergeschrieben.

Das Konzept ist allen Beteiligten bekannt und wird neuen Mitgliedern vorgelegt.

Es wurde von unserem Team in Kooperation mit dem TrĂ€ger gemeinschaftlich erarbeitet und wird regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft, aktualisiert und weiterentwickelt. Es dient nicht nur dem Schutz unserer Kinder, sondern auch der Mitarbeiter*innen unserer Einrichtung. Der Schutz der Kinder hat bei uns aber oberste PrioritĂ€t.

Es ist unser aller Auftrag, die Kinder in unserer Einrichtung in besonderem Maße vor VernachlĂ€ssigung, Gewalt und Übergriffen zu schĂŒtzen.

1. Unsere Kinder haben Rechte

1Vorwort
Hiermit erklÀren wir, dass es unser aller Bestreben ist, die nun folgenden Kinderrechte in unserer Arbeit umzusetzen und die Rechte der Kinder zu wahren. In unserem Alltag mit den Kindern möchten wir FachkrÀfte uns die Freiheit einrÀumen, jederzeit angemessen, pÀdagogisch sinnvoll und situationsorientiert zu reagieren und dabei die Rechte der Kinder immer im Blick zu haben.
2Recht auf gewaltfreie Erziehung
Unsere Kinder haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Dies muss in erster Linie gewÀhrleistet sein durch unsere Sprache und Körpersprache.

Wenn wir die Kinder ansprechen, begeben wir uns auf Augenhöhe. Durch Augenkontakt und unsere Mimik schaffen wir die Voraussetzung fĂŒr ein vertrauensvolles GesprĂ€chsklima und können liebevolle Beziehungen aufbauen. Dort, wo keine Mimik und keine Intonation erkennbar ist, fehlt die Beziehungsebene.

Wir sind den Kindern zugewandt und nicht von oben herab. Sie haben das Recht auf aktives Zuhören, wenn wir mit ihnen in den Dialog gehen. Wir geben ihnen Zeit, sich zu Ă€ußern und akzeptieren ihre eigene Meinung. Wir versuchen, ihre individuellen BedĂŒrfnisse zu erkennen und nehmen die Grenzen der Kinder wahr.

Durch angepassten Körperkontakt und in einem ehrlichen Austausch entsteht emotionale Sicherheit und ein gesunder Beziehungsaufbau kann stattfinden.
3Recht auf Bildung und SelbststÀndigkeit
Eine nachhaltige Bildung entsteht laut Bildungsforschung durch SELBSTBILDUNG.

Unsere Aufgabe als Erzieherinnen ist es in erster Linie, Vorbild und Bindungspartnerin zu sein. Wir schauen genau hin, welche Themen, Situationen und Geschehnisse die Kinder interessieren und bewegen. Diese greifen wir auf und geben den Kindern die Möglichkeit, Erlebtes zu verarbeiten und sich auszuprobieren.

Wir schaffen BildungsrĂ€ume und vermitteln Wissen und Lebensfreude. Dies gelingt uns besonders gut im Naturraum, den wir den Kindern „Bildungsraum“ zugĂ€nglich machen und wo wir ihnen die Natur nahe bringen.

In den sogenannten Freispiel-Phasen können die Kinder sich mit LebenseindrĂŒcken auseinandersetzen, Erlebnisse verarbeiten, Selbstwirksamkeit erleben und in Konfliktsituationen Handlungs- und Lösungsstrategien erproben.

In unseren altershomogenen „Treffs“ (MĂ€use-, Eichhörnchen- und Fuchstreffs ) können die Kinder Fragen stellen, ihr Wissen anwenden und mitteilen, sich ausprobieren und ihr Selbstbewusstsein stĂ€rken. Sie erkennen das Wachsen ihrer eigenen SelbstĂ€ndigkeit und trauen sich immer mehr zu.

„Auf dem Weg durch die Natur“ können wir bei den Kindern Begeisterung wecken und Wissen auf ganz „natĂŒrliche Art“ vermitteln. Mit Blick auf ein verantwortungsvolles Miteinander von Mensch und Natur ĂŒben wir Achtsamkeit und wecken Interesse bei den Kindern.

Unser Ziel ist es, die Kinder zu befĂ€higen, eine lebenswerte Zukunft zu gestalten und positive gesellschaftliche VerĂ€nderungen anzustoßen.

Die Kinder haben auch ein Recht darauf, dass wir mit der Schule verantwortungsvoll und kompetent kooperieren, damit ein guter Übergang vom Kindergarten in die Schule und somit ein gelungener Schulstart möglich ist.

Außerdem haben sie das Recht darauf, von Erzieherinnen begleitet zu werden, die sich durch Fortbildungen regelmĂ€ĂŸig weiterbilden und ihnen immer neue Wege der Wissensvermittlung und Bildung aufzeigen können.
4Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit und Freiheit
Unterschiedliche Persönlichkeiten, Lebenswelten und Erfahrungen bestimmen das „Leben von Vielfalt“ in unserem Kindergarten.

Wir haben eine Haltung, die nicht kategorisiert, sondern den Blick auf die StÀrken und FÀhigkeiten richtet, die jedes einzelne Kind mitbringt.

Wir nehmen die Kinder so an, wie sie sind. Dies ist wichtig fĂŒr gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaften in unserer Einrichtung. Wir sind tolerant und offen fĂŒr die Unterschiedlichkeit von allen Beteiligten.

Wir nehmen die Interessen und Ideen der Kinder wahr und greifen sie wertschÀtzend auf.

Im Rahmen unseres Kindergartenalltags lassen wir die Kinder ausprobieren und machen ihre eigenen Grenzen erfahrbar. In einem geschĂŒtzten Rahmen bieten wir den Kindern immer wieder die Möglichkeit, ihre Grenzen auszuweiten. Wir haben aber auch den nötigen Respekt vor den Grenzen der Kinder.

Ihre StÀrken versuchen wir zu erkennen und ihre FÀhigkeiten fördern wir und wir stÀrken ihr Selbstbewusstsein.

Über KreativitĂ€t freuen wir uns und lassen sie zu.

Ablöseprozesse begleiten wir einfĂŒhlsam und verantwortungsbewusst. GemeinschaftsfĂ€higkeit erfahren und erlernen wir jeden Tag.
5Recht der Familie auf Schutz und staatliche UnterstĂŒtzung bei familiĂ€ren Problemen
FĂŒr die Familien in unserem Kindergarten haben wir immer ein „offenes Ohr“.

Wir sind jederzeit bereit, ihnen unsere Hilfe anzubieten. Wir beraten die Eltern aber nur entsprechend unserer Kompetenz und unseren professionellen Möglichkeiten und verweisen zuverlÀssig an Expert*innen. Wir sind mit Kinderschutzstellen und externen Fachleuten und Beratungsstellen vernetzt (siehe Punkt 7.)

Unsere Schweigepflicht nehmen wir sehr ernst und wir sind uns sowohl ĂŒber den Begriff TĂ€ter-als auch Opferschutz sehr bewusst. Darauf gehen wir im Punkt 4 nĂ€her ein.

In der gegenwĂ€rtigen Zeit so vieler Wert- und Sinnsysteme möchten wir als Kindergarten mit den ElternhĂ€usern in einen Dialog gehen und deren unterschiedliche LebensverhĂ€ltnisse wahr- und ernst nehmen unter BerĂŒcksichtigung von religiösen, kulturellen oder weltanschaulichen Traditionen der einzelnen Familien.
6Recht auf ErnÀhrung
Unsere Kinder haben nicht nur das Recht auf ErnÀhrung, sondern vielmehr auf eine GESUNDE ErnÀhrung!

Beim Einkauf fĂŒr Koch Tage achten wir auf Nachhaltigkeit, saisonale Produkte und gesunde, hochwertige Speisen.

Klare Vesperzeiten und genĂŒgend Zeit zum Essen bilden den Rahmen fĂŒr eine gute Umgebung beim Essen. Die Kinder sollen sich wohlfĂŒhlen und selber entscheiden können, WIEVIEL sie essen und WAS sie essen.

Durch regelmĂ€ĂŸige Trinkpausen, vor allem in der heißen Jahreszeit, ist zusĂ€tzlich gewĂ€hrleistet, dass die Kinder gut versorgt sind.
7Recht auf Beteiligung bei Entscheidungen, die die Kinder betreffen/ Recht auf Partizipation/ Recht auf MeinungsĂ€ußerung
DEMOKRATIE im Kindergarten bedeutet, dass jedes Kind, unabhĂ€ngig von Alter oder BefĂ€higung, an demokratischen Entscheidungsprozessen teilnehmen kann. Verantwortlich fĂŒr die demokratische Gestaltung des Kindergartenalltags sind wir Erzieherinnen.

Die Kinder sollen mitbestimmen und ihre Meinung frei Ă€ußern dĂŒrfen.

Dies geschieht in erster Linie durch unsere situationsorientierte und an den BedĂŒrfnissen und Interessen der Kinder orientierte Arbeit.

Regeln werden nicht nur von uns festgelegt, sondern auch gemeinsam mit den Kindern vereinbart oder gegebenenfalls reflektiert und verÀndert.

Wir akzeptieren und respektieren bei der Gestaltung unseres Alltags die Sicht-und Handlungsweisen der Kinder und deren freie MeinungsĂ€ußerungen, solange sie dadurch niemanden ausgrenzen, beleidigen oder geringschĂ€tzen.

Die Kinder können sich aktiv in den Kindergarten-Alltag einbringen.

Um dies zu verdeutlichen, fĂŒhren wir an dieser Stelle einige konkrete mögliche Beispiele an:

‱ In sogenannten Kinderkonferenzen und GesprĂ€chskreisen werden die Kinder dazu ermutigt, ihre Meinung frei zu Ă€ußern, GefĂŒhle auszudrĂŒcken und abzustimmen.
‱ Sie dĂŒrfen bei Kochtagen mitentscheiden oder bei Geburtstagsfeiern Ideen und WĂŒnsche einbringen.
‱ Im Freispiel können die Kinder sich ihre Spielpartner*innen selbst aussuchen sowie auch den Spielbereich.
‱ Freundschaften sollen die Kinder selber knĂŒpfen und bestimmen, wer ihre Freundin oder ihr Freund sein soll.
‱ In Sitzkreisen dĂŒrfen die Kinder selber entscheiden, neben wem sie sitzen wollen.
‱ Um ein GefĂŒhl fĂŒr den eigenen Körper zu bekommen, dĂŒrfen die Kinder (mit-) entscheiden, ob sie Jacke, MĂŒtze,
 ausziehen oder anlassen.
‱ Über ihr Portfolio dĂŒrfen die Kinder selbst bestimmen.
‱ Wenn es der PersonalschlĂŒssel erlaubt, sollen die Kinder selbst entscheiden, welche Bezugsperson sie auf die Toilette begleitet oder sie bei anderen pflegerischen TĂ€tigkeiten unterstĂŒtzt.
‱ Sie sollen auch selber entscheiden, wer in welchem Moment ihre Vertrauens- bzw. Ansprechperson sein soll.
‱ Durch die Möglichkeit, kreativ sein zu dĂŒrfen, können sich die Kinder im kĂŒnstlerischen, musischen und kreativen Bereich voll ausleben.
.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es unser Bestreben ist, die Kinder so oft wie möglich bei der Planung von Angeboten, Projekten, AusflĂŒgen, der Auswahl von VorlesebĂŒchern und Ă€hnlichem mit einzubeziehen.

Dadurch fĂŒhlen sie sich ernst und wahr genommen.
8Recht auf FĂŒrsorge
Damit Kinder sich gesund und positiv entwickeln, mĂŒssen ihre GrundbedĂŒrfnisse erfĂŒllt werden. Dazu gehört weit mehr als Essen und Trinken. Die GrundbedĂŒrfnisse von Kindern gehen viel tiefer. Um leben zu können braucht man vermeintlich Essen, Trinken, WĂ€rme, Atmen und Schlaf. Das reicht aber nicht, denn zum Beispiel auch Autonomie, Selbstverwirklichung oder sogar Inspiration sind GrundbedĂŒrfnisse, die ein Kind zum GlĂŒcklich Sein braucht.

Und Erwachsene, die diese BedĂŒrfnisse erkennen!

Um dem Alltag einen Rahmen zu geben, muss Hygiene gewĂ€hrleistet sein. Das bedeutet, wenn ein Kind sich einnĂ€sst, muss es frische Kleider bekommen oder die Windel muss gewechselt werden, wenn sie voll ist. Die HĂ€nde mĂŒssen vor dem Essen mit Seife gewaschen werden und andere wichtige Hygieneregeln sollten berĂŒcksichtigt werden.

Hat ein Kind sich wehgetan oder ernsthaft verletzt, muss getröstet und Erste Hilfe geleistet werden.

FĂŒrsorge ist ganz eindeutig mit unserer Aufsichtspflicht verbunden. Das Maß der Aufsicht muss hierbei mit unserem Erziehungsstil im Naturraum in Einklang gebracht werden. Unsere gewĂŒnschte Persönlichkeitsbildung, auf die jedes einzelne Kind Anspruch hat, ist nicht mit einer stĂ€ndigen Überwachung vereinbar. Deshalb mĂŒssen wir den Kindern auch FreirĂ€ume einrĂ€umen, jedoch dafĂŒr sorgen, dass zum Beispiel das GelĂ€nde, auf dem sich die Kinder aufhalten, gesichert ist. Außerdem ist es unsere Aufgabe und unsere Pflicht, die Kinder ĂŒber die Gefahren im Naturraum aufzuklĂ€ren: Nicht zu hoch klettern! Nicht auf liegende BaumstĂ€mme am Wegesrand klettern! Beim „Durch den Wald laufen“ auch mal nach oben schauen! Pilze, Beeren und andere Dinge nie ohne unsere Erlaubnis essen!

Was unsere Kinder aber tagtÀglich brauchen ist Zuwendung!

Wir nehmen uns Zeit und geben ihnen den Raum dafĂŒr. Wir sind ihre Vertrauenspersonen, glauben an sie und sind ihr „Sprachrohr“, wenn sie uns brauchen.

Wir begleiten sie auf ihrem Weg und versuchen auf liebevolle Art, sie beim „Großwerden“ zu unterstĂŒtzen.
9Recht auf Eigentum
Wir Erzieherinnen versuchen im Alltag, das Eigentum der Kinder zu achten.

Wenn möglich, fragen wir sie um Erlaubnis, bevor wir ihren Rucksack öffnen, um Dinge, die den Kindern gehören wie z.B. KleidungsstĂŒcke oder Vesperdosen, ein und auszurĂ€umen. Die Kinder haben das Recht auf ihr eigenes Essen, dĂŒrfen aber auch gerne mal mit anderen teilen.

Bilder der Kinder, Selbstgestaltetes, Geschnitztes, Matsch-Figuren oder Geschenke und FundstĂŒcke aus der Natur behandeln wir mit Vorsicht, Achtsamkeit und Ernsthaftigkeit.

Die Kinder lernen, dass mit Spielmaterial, Arbeitsmaterialien oder Werkzeug, das dem Kindergarten und somit uns allen gehört, sorgfÀltig und verantwortungsbewusst umgegangen werden muss.

Jedes Kind hat sein eigenes Portfolio. Diese werden wenn möglich in Kinderhöhe gelagert und sind somit fĂŒr die Kinder immer zugĂ€nglich.

Wichtig ist auch der Aspekt, dass wir Schurwaldspatzen „Gast im Wald“ sind und auch der Wald ein Recht auf Schutz hat, UNSEREN Schutz!!! Und dass er nicht unser Eigentum ist.
10Recht auf Gesellschaft und Freude jeder Art
Selbstbestimmte Freundschaften und Spielpartnerschaften sind sehr wichtig fĂŒr einen guten Umgang miteinander. Um ein konstruktives Miteinander gestalten zu können, benötigen die Kinder unsere Begleitung und UnterstĂŒtzung in Konfliktsituationen. Wir ĂŒben mit ihnen Lösungsstrategien ein wie zum Beispiel: Sag „Stopp, ich will das nicht!“ (mit Gestik) bevor die oder der andere einem zu nahe kommt. Wir unterbinden Konflikte nicht, sondern geben Hilfestellung wenn nötig, oder „moderieren“.

So können Freundschaften entstehen und aufrechterhalten werden.

Die Kinder haben auch ein Recht auf die Einbindung durch uns Erwachsene ins Gemeinwesen. Dies geschieht im familiĂ€ren Bereich z.B. durch Vereine und bei uns im Kindergarten durch Veranstaltungen wie z.B. den Tag des Baumes oder andere Feste, zu denen die Öffentlichkeit eingeladen ist.

Außerdem nehmen wir immer wieder an Veranstaltungen der Gemeinde teil wie z.B. ein Auftritt am Seniorennachmittag oder das Mitmachen an FestumzĂŒgen. Unser Verein Waldkindergarten e.V. ist sehr aktiv ins Vereinsleben eingebunden, z.B. indem er mit einem Stand am Weihnachtsmarkt oder Dorffest vertreten ist, KindersachenmĂ€rkte oder Theaternachmittage fĂŒr alle Einwohner*innen anbietet.

Durch die gute Kooperation mit der Grundschule lernen die Kinder schon im Vorfeld die Schule und das Schulleben kennen.

Auch beim Einkaufen, z.B. fĂŒr Koch Tage, lernen wir die Gemeinde aktiv kennen.
11Recht auf Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt
Auf dieses Recht wird im Punkt 3 „Unser Kindergarten als Schutzort“ ausfĂŒhrlich eingegangen.

2. Unser Bild vom Kind und die pÀdagogische Haltung der FachkrÀfte

1PÀdagogische Haltung der FachkrÀfte
In Haltung steckt das Wort HALT: Halt geben, Halt bekommen oder auch HALT-Hier ist Stopp!

Eine pÀdagogische Haltung besteht aus Akzeptanz, Transparenz und aus der Freude an der Arbeit mit Kindern.

Wir begegnen uns mit Respekt und WertschĂ€tzung – durch diese Einstellung und dem Vertrauen, das wir den Kindern entgegenbringen, möchten wir die Persönlichkeit unserer Kinder stĂ€rken.

Alle Beteiligten in unserem Kindergarten leben diesen Umgang miteinander und tun dies aus Überzeugung.

Wir sind authentisch in unserem Tun. Nur dann, wenn wir unseren eigenen GefĂŒhlen Raum geben und offen damit umgehen, gelingt es uns, Empathie zu zeigen.

„Empathisch zu sein bedeutet, die Welt durch die Augen der anderen zu sehen und nicht unsere Welt in ihren Augen.“
( Carl R. Rogers )

Werte wie Achtsamkeit sind fĂŒr unsere pĂ€dagogische Arbeit ein wichtiger Bestandteil. Wenn wir achtsam sind, sind wir prĂ€sent. Wir nehmen wahr – wo wir sind, was wir tun und was wir fĂŒhlen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Kindern ganz viel Liebe und Geborgenheit zu schenken.

Wir möchten eine RESPONSIVE FACHKRAFT sein. Dies bedeutet: (Responsiv kommt von Antworten)

‱ FĂŒr uns als FachkrĂ€fte bedeutet dies, die Signale der Kinder richtig zu verstehen, angemessen zu interpretieren und sie feinfĂŒhlig zu beantworten.
‱ Wir begegnen uns mit Respekt und WertschĂ€tzung
‱ Durch diese Haltung und dem entgegengebrachten Vertrauen möchten wir die Persönlichkeit der Kinder stĂ€rken. Wir leben diesen Umgang miteinander und untereinander.
‱ Wir achten die Rechter der Kinder, nehmen GefĂŒhle wahr und widmen uns diesen.
‱ Akzeptanz von persönlichen Grenzen
‱ Achtsamkeit fĂŒr NĂ€he und Distanz
2Gewaltfreie Kommunikation
Das Konzept der gewaltfreien Kommunikation soll Konfliktsituationen in allen Lebensbereichen besser gestalten und den gemeinsamen Wunsch, VON HERZEN ZU GEBEN, Wirklichkeit werden lassen.

Der Psychologe Marshall B. Rosenberg war davon ĂŒberzeugt, Konflikte ohne Urteile, Schuldzuweisungen und Gewalt lösen zu können. Dazu entwickelte er die 4 Grundpfeiler der gewaltfreien Kommunikation:

Beobachtungen

GefĂŒhle

BedĂŒrfnisse

Bitten

Rosenberg nannte dies aus folgendem Grund GIRAFFEN- SPRACHE:

Eine Giraffe hat einen langen Hals und kann von der Höhe gut beobachten. Sie hat das grĂ¶ĂŸte Herz aller Landtiere, welches fĂŒr MitgefĂŒhl und Liebe steht. Sie lebt friedvoll mit allen zusammen.
3Die Ampelmethode
Die sogenannte Ampelmethode ist ein pÀdagogisches Werkzeug, das den FachkrÀften in der Kita dabei hilft, professionell zu handeln.
Des Weiteren dient diese Methode als PrÀvention, sich an die GrundsÀtze des Verhaltenskodex zu halten.
Sensible Situationen und ArbeitsablĂ€ufe werden in den Blick genommen und die formulierten Regeln geben Orientierung fĂŒr alle Mitarbeitenden. DarĂŒber hinaus erleichtern sie die Einarbeitung neuer Kolleg*innen.

Bei der Ampelmethode bekommen alle FachkrĂ€fte eine „Ampel-Tabelle“. Mit deren Hilfe können die FachkrĂ€fte die notwendigen Verhaltensregeln entwickeln.

Rot = Verhaltensweisen, die immer falsch und verboten sind und deshalb (rechtliche) Konsequenzen haben.

Gelb = Verhaltensweisen und Handlungen, die nicht erwĂŒnscht sind und deshalb nicht vorkommen sollen.

GrĂŒn = Verhaltensweisen und Handlungen, die legitimiert, fachlich begrĂŒndet und zum Wohle der Kinder sind.

Im Anschluss an die Anwendung der Ampelmethode ist das gemeinsame Reflektieren unerlÀsslich.

3. Unser Kindergarten als Schutzort

1Was versteht man unter KindeswohlgefÀhrdung?
Treten in einem Kindergarten Ereignisse oder Entwicklungen auf, die das Wohl der betreuten Kinder beeintrÀchtigen, ist der TrÀger nach § 47 Abs.2 SGB VIII verpflichtet, die VorfÀlle umgehend der zustÀndigen Aufsichtsbehörde (Landesjugendamt) zu melden. Diese Meldepflicht tritt also nicht erst im Falle einer GefÀhrdung, sondern bereits bei der BeeintrÀchtigung des Wohles eines oder mehrerer Kinder ein.

Bei uns im Waldkindergarten hat jedes einzelne Kind das Recht auf liebevolle Betreuung, Erziehung und Bildung, auf die Unversehrtheit seines Körpers und seiner Seele.

Jedes Kind hat das Recht auf eine glĂŒckliche Kindheit, die es befĂ€higt, ein selbstĂ€ndiger, selbstbewusster und autonomer Mensch zu werden, der sich in sein soziales Umfeld integrieren kann.

Dabei wird immer die Persönlichkeit des Kindes respektiert.

Unser Bestreben ist es, in unserer pÀdagogischen Arbeit auf jegliche Form von ADULTISMUS zu verzichten. Um dies zu erreichen ist es notwendig, Alltagssituationen stÀndig kritisch zu reflektieren.

„Adultismus beschreibt das Machtungleichgewicht zwischen Kindern und Erwachsenen. Der Begriff verweist auf die Einstellung und das Verhalten Erwachsener, die davon ausgehen, dass sie allein aufgrund ihres Alters intelligenter, kompetenter, schlicht besser sind als Kinder und Jugendliche und sich daher ĂŒber deren Meinung und Ansichten hinwegsetzen.“ (Ritz, 2010, S.128)

Wir möchten unsere Kinder in ihren Meinungen, Vorstellungen und BedĂŒrfnissen wahrnehmen und sie ernst nehmen. Eine KindeswohlgefĂ€hrdung liegt vor, wenn eine gegenwĂ€rtige oder zumindest unmittelbar bevorstehende Gefahr fĂŒr die Kindesentwicklung abzusehen ist, die bei ihrer Fortdauer eine erhebliche SchĂ€digung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lĂ€sst.

Formen von Gewalt im Kindergarten Gewalt kommt in Kindertageseinrichtungen in sehr unterschiedlichen Formen vor und kann deutlich sichtbar oder subtil auftreten. Sie kann von einer pÀdagogischen Fachkraft ausgehen und sich gegen ein Kind richten. Aber auch folgende Möglichkeiten von Gewalt gehören dazu:

‱ Gewalt unter Kindern
‱ Gewalt von Kindern gegen eine erwachsene Person
‱ Gewalt unter Mitarbeiter*innen
‱ Gewalt unter den Eltern
‱ Gewalt von Eltern gegen eine Fachkraft
‱ Gewalt von FachkrĂ€ften gegen Eltern
‱ Gewalt von Eltern gegen ihre Kinder (am Treffpunkt oder bei Veranstaltungen)
‱ Gewalt von Kindern gegen ihre Eltern (am Treffpunkt oder bei Veranstaltungen)

Gewalt kann körperlich, seelisch oder sexuell sein und unterschiedliche Mischformen annehmen. Sie kann aktiv sein oder passiv, z.B. im Falle der Unterlassung notwendiger Handlungen.
Allen Formen von Gewalt gemeinsam sind der fehlende Respekt vor der IntegritĂ€t einer anderen Person und die Verletzung ihres Rechts auf körperliche und seelische Unversehrtheit. Geht die Gewalt von einer erwachsenen Person aus und richtet sich gegen ein Kind, wird darĂŒber hinaus dessen Recht auf gewaltfreie Erziehung missachtet.

Die folgende Übersicht und Auflistung der hĂ€ufigsten Formen von Gewalt in Kitas und auch zuhause soll uns alle „aufschrecken“ und sensibel machen:

Körperliche Gewalt und VernachlÀssigung :
Einsperren, Festbinden, Schlagen, Schubsen, Treten, unzureichende Körperpflege, VerbrĂŒhen, Vergiften, VerkĂŒhlen, Zerren, Zwang zum Essen, am Arm ziehen

Nicht- SchĂŒtzen vor Gewalt von anderen, im Kindergarten z.B. Gewalt von anderen Kindern!
Kinder zwingen, Dinge zu tun, die sie sich nicht zutrauen oder die ihnen Angst machen!

Seelische Gewalt und VernachlÀssigung :
Ablehnen, Abwerten, Angst machen, Anschreien, Ausgrenzen, Bedrohen, Beleidigen, BeschĂ€men, DemĂŒtigen, Diskriminieren, Erpressen, Herabsetzen, Ignorieren, Kind in Muster drĂŒcken („Immer machst du
“), Bloß stellen, Auslachen, Wegschauen, Ironie und Sarkasmus.
Wenn Kinder andere Kinder ausgrenzen, z.B. „Du bist nicht mehr mein Freund! Ich lade Dich nicht zu meinem Geburtstag ein
“

Wir im Kindergarten arbeiten prĂ€ventiv, indem wir mit den Vorschulkindern das Löwenmut-Projekt durchfĂŒhren und im Alltag Regeln mit den Kindern fĂŒr den Umgang miteinander erarbeiten.

Sexuelle Gewalt :
‱ ein Kind ohne dessen EinverstĂ€ndnis oder gegen seinen Willen streicheln, liebkosen oder kĂŒssen, seine körperliche NĂ€he erzwingen
‱ ein Kind ohne Notwendigkeit an seinen Genitalien berĂŒhren
‱ ein Kind sexuell stimulieren
‱ sexuelle Handlungen durch ein Kind an sich selber vornehmen lassen
‱ bei sexuellen Übergriffen unter Kindern nicht intervenieren
‱ Kinder zu sexuellen Posen auffordern
‱ Kinder in sexuell aufreizenden Posen fotografieren
‱ Kindern pornografische Fotos zeigen
‱ Kinder nicht altersgerecht mit sexuellen Themen konfrontieren

Wir arbeiten, wenn die Situation es erfordert, mit folgenden Regeln bzw. GrundsÀtzen:
‱ Wenn eine BerĂŒhrung von mir ausgeht (z.B. beim Trösten), das Kind vorher fragen!
‱ Die richtigen sexuellen Begriffe verwenden (Penis, Vulva,
)
‱ Niemand wird ausgelacht! Alle Sorgen werden ernst genommen!
‱ Bei Doktorspielen gibt es verbindliche Regeln: Alle spielen freiwillig mit! Jeder spielt nur, was er spielen will! Keine Ă€lteren Jugendlichen oder Erwachsenen dĂŒrfen mitspielen! Ihr spielt nur Dinge, die Spaß machen und sich gut anfĂŒhlen! Wenn ein Kind Stopp sagt, hört Ihr sofort auf! Ihr steckt kein Spielzeug oder andere Fremdkörper in Körperteile wie Nase, Vagina,

‱ Niemand Fremdes darf Euch anfassen!
‱ Ihr dĂŒrft immer Hilfe holen!
‱ Wenn der PersonalschlĂŒssel es zulĂ€sst, darf das Kind selber entscheiden, wer es aufs Klo begleiten, wickeln oder umziehen soll.

VernachlÀssigung der Aufsichtspflicht :
Kinder unangemessen lang oder in gefĂ€hrlichen Situationen unbeaufsichtigt lassen, Kinder „vergessen“ ( z.B. auf dem Spielplatz oder nach dem Sport ), notwendige Sicherheitsvorkehrungen oder Hilfestellungen unterlassen, Kinder in gefĂ€hrliche Situationen bringen.
2AltersgemĂ€ĂŸe AufklĂ€rung der Kinder und PrĂ€vention
Folgenden Verhaltensregeln bzw. PrĂ€ventionsprinzipien sollen nicht nur die Kinder, sondern auch die Mitarbeiter*innen schĂŒtzen:

1. Dein Körper gehört DIR!
2. Vertraue Deinen GefĂŒhlen. Sie sind richtig und wichtig!
3. Es gibt angenehme und unangenehme BerĂŒhrungen. Du alleine entscheidest!
4. Du hast das Recht, NEIN zu sagen und es ist nicht Deine Schuld, wenn Dir was passiert!
5. Du kennst den Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen!
6. Du hast das immer das Recht, Hilfe zu holen!

AltersgemĂ€ĂŸe AufklĂ€rung der Kinder
Mit zunehmender Reife wird mit den Kindern in unserem Kindergarten altersgerecht ĂŒber sexuelle Themen geredet: Was sind Sachen (z.B. BerĂŒhrungen, KĂŒsse, Gestik, AusdrĂŒcke), die nur Mama und Papa machen dĂŒrfen? Was sind Sachen, die niemand ohne mein EinverstĂ€ndnis machen darf? An wen wende ich mich, wenn jemand was gemacht hat, was ich nicht wollte? Ich darf NEIN sagen! An wen wende ich mich, wenn eine Erzieher*in nicht auf STOP hört? An wen wende ich mich, wenn Mama oder Papa (oder ein anderes Familienmitglied) nicht auf STOP hören?

PĂ€dagogische Arbeit mit dem Thema Körper, körperliche Grenzen und GefĂŒhlen
Im Rahmen der tĂ€glichen pĂ€dagogischen Arbeit werden ĂŒber alle Kindergartenjahre wiederholt folgende Themen zum Kinderschutz behandelt:
‱ Projekte und Angebote zur Wahrnehmung und Benennung des eigenen Körpers, z.B.: Wie heißen alle Körperteile inklusive der Geschlechtsteile, kreative Projekte zur Darstellung und Einzigartigkeit des eigenen Körpers, Turnen, Tanzen, Musikmachen mit dem eigenen Körper
‱ Wie und wo sind meine körperlichen Grenzen? („Mein Körper gehört mir!“) Wie wahre ich diese Grenzen? Wie verhalte ich mich in unangenehmen Situationen? Was empfinde ich als angenehm/unangenehm und wie kann ich das Ă€ußern?
‱ Wahrnehmung, Benennung und Regulation von GefĂŒhlen ( z.B. mit EmotionswĂŒrfeln, Spiegelbild, regelmĂ€ĂŸige GesprĂ€chsrunden ĂŒber GefĂŒhle und den Umgang damit )

NĂ€he und Distanz
Körperliche und emotionale NĂ€he sind Teil unseres Konzeptes. Die körperliche Kontaktaufnahme erfolgt jedoch nur als Antwort auf die BedĂŒrfnisse des Kindes. Jedes Kind kann immer frei entscheiden, ob es jede Form der körperlichen NĂ€he von Erwachsenen, aber auch von anderen Kindern, annehmen oder ablehnen möchte. KĂŒsse auf den Mund oder die Wange ĂŒberschreiten das professionelle NĂ€he- Distanz-VerhĂ€ltnis zwischen Bezugsperson und Kind. Ausnahmen sind hier lediglich durch das Kind initiierte KĂŒsse auf die Wange der Bezugsperson – dies werten wir als legitime Geste der Zuneigung der Kinder. Die Bezugsperson kann in einem solchen Fall diese Geste der Zuneigung je nach individueller Befindlichkeit zulassen oder auch ablehnen. Hierbei muss auf die Gleichbehandlung aller Kinder geachtet werden. Jede Bezugsperson muss eine individuelle Grundsatzentscheidung bezĂŒglich ihrer körperlichen Grenzen (z.B. WangenkĂŒsse) treffen und diese mit den Kindern kommunizieren.
Wir möchten die Kinder davor schĂŒtzen, sich von fremden Menschen anfassen zu lassen.
3Schutz der IntimsphÀre der Kinder
Wickelsituation und Umziehen
Das Wickeln und auch das Umziehen ist ein sehr privater Vorgang. Jedes Kind hat das Recht darauf, das Wickeln und Umziehen durch bestimmte Bezugspersonen abzulehnen. Auf Wunsch der Kinder dĂŒrfen aber auch Praktikant*innen nach einer Einweisung diese pflegerischen Aufgaben ĂŒbernehmen. Beide VorgĂ€nge sollten zum Schutz der PrivatsphĂ€re der Kinder im „leeren“ Bauwagen stattfinden.

Toilettengang
Die Toilettensituation im Waldkindergarten ist etwas Besonderes. Draußen in der Natur, am „Wald-Pipi-Platz“, haben die Jungen ihre WC-Stelle und auch die MĂ€dchen ihre WC-BĂ€ume. FĂŒr den Stuhlgang gibt es ein Kompostklo mit festen Toilettenbrillen und einer Schutzwand.

Gemeinsame ToilettengĂ€nge entsprechen in vielen Bereichen der natĂŒrlichen Entwicklung der Kinder. Das Erkennen der körperlichen Unterschiede zwischen Jungen und MĂ€dchen ist z.B. ein wichtiger Prozess der kindlichen Entwicklung und soll den Kindern nicht vorenthalten werden. Dennoch sollen alle Kinder die Möglichkeit haben, ihren Toilettengang in privater AtmosphĂ€re zu absolvieren. HierfĂŒr dĂŒrfen die Kinder je nach Wunsch auch alleine an die Toilettenstelle gehen. Den Kindern wird je nach Bedarf Hilfestellung geleistet. Individuelle WĂŒnsche der Kinder bezĂŒglich der hilfeleistenden Bezugspersonen werden auch dabei berĂŒcksichtigt.

Doktorspiele
Sobald sich ein Interesse bezĂŒglich Nacktheit und sogenannter Doktorspiele ankĂŒndigt, werden die Regeln des Umgangs miteinander verstĂ€rkt besprochen. (siehe Punkt 3.1.) Erwachsene nehmen unter keinen UmstĂ€nden aktiv an diesen VorgĂ€ngen teil. Sie sorgen lediglich dafĂŒr, dass keine GrenzĂŒberschreitungen unter den Kindern stattfinden.
Dennoch ist allen Bezugspersonen bewusst, dass Kinder solche Spiele gerne unbeaufsichtigt vornehmen und eine stĂ€ndige Überwachung weder möglich noch erstrebenswert ist. Daher werden mit den Kindern regelmĂ€ĂŸig die Umgangsregeln besprochen und mögliche Beschwerdeverfahren aufgezeigt.

4. Intervenierende Maßnahmen

1Kommunikationswege und professionelle Handlungsweisen
Auf der folgenden Seite finden Sie unser Handlungsmodell, das wir bei Problemen und Konflikten in unserer Einrichtung anwenden.

Handlungsmodell bei Problemen und Konflikten in unserer Einrichtung.

Wichtig: Es ist fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich, dass es in individuellen Situationen einen sogenannten „Handlungsspielraum“ geben muss. Das heißt also, Handlungsweisen und die Reihenfolge der verschiedenen Schritte dĂŒrfen gegebenenfalls auch von unserem Modell abweichen.

Anleitung zur Risikoanalyse und zum Ampelsystem
1. Wir mĂŒssen uns ĂŒberlegen, in welchen Bereichen Risiken liegen können. Das sind die sogenannten Risikobereiche. Diese tragen wir gemeinsam in die erste Spalte ein.
2. Als nĂ€chstes sollte man sich Gedanken darĂŒber machen, welche konkreten Risiken in den einzelnen Bereichen auftreten können (Spalte 2 ).
3. Im nÀchsten Schritt sollten diese Risiken mit Hilfe der Ampelfarben bewertet und danach priorisiert werden.
4. Jetzt sollte man sich Strategien bzw. Maßnahmen ĂŒberlegen, um das Risiko zu mindern oder abzuwenden.

Die Ampelfarben bedeuten folgendes:
- GrĂŒn = konkrete Situationen, die angemessen, fachlich begrĂŒndet und legitimiert sind.
- GELB = konkrete Situationen, die nicht angemessen, nicht erwĂŒnscht und daher zu vermeiden sind.
- ROT = konkrete Situationen, die grundsÀtzlich immer falsch sind und sogar rechtliche Konsequenzen haben können.

Die Priorisierung funktioniert folgendermaßen:
1 = Sofort Maßnahmen ergreifen
2 = Innerhalb eines Jahres Maßnahmen planen
3 = Bei der nÀchsten Evaluierung des Schutzkonzeptes neu bewerten
2Verhaltenskodex fĂŒr unsere Einrichtung
Wir, der Waldkindergarten Schurwaldspatzen e.V. will allen Kindern, die uns anvertraut sind, LebensrÀume bieten, in denen sie ihre Persönlichkeit, ihre FÀhigkeiten und ihre Begabungen frei entfalten können.
Ich, 














( Name ), bin mir meiner Verantwortung fĂŒr den Schutz der mir anvertrauten Kinder bewusst. Ich verpflichte mich daher, alles in meinen KrĂ€ften stehende zu tun, dass niemand den mir anvertrauten Kindern seelische, körperliche und/oder sexuelle Gewalt antut und unser Kindergarten ein sicherer Ort fĂŒr alle ist.

1. Ich weiß, dass mein pĂ€dagogisches Handeln, meine Erziehung, Betreuung, Beaufsichtigung und Pflege unvereinbar ist mit jeder Form von körperlicher, verbaler, psychischer und sexualisierter Gewalt. Jedes Verhalten, das die Achtung vor dem anderen Menschen und seiner eigenen Entwicklung verletzt oder stört, widerspricht den Prinzipien meines persönlichen pĂ€dagogischen Handelns.
2. Ich unterstĂŒtze die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen, selbstbewussten und gemeinschaftsfĂ€higen Persönlichkeiten. Ich unterstĂŒtze ihr Recht auf seelische und körperliche Unversehrtheit und ihr Recht auf Hilfe und stĂ€rke sie, fĂŒr diese Rechte wirksam einzutreten.
3. Meine Arbeit mit den mir anvertrauten Kindern ist geprĂ€gt von WertschĂ€tzung und Vertrauen. Ich achte ihre Rechte und ihre WĂŒrde.
4. Ich gehe achtsam und verantwortungsbewusst mit NÀhe und Distanz um. Ich respektiere die IntimsphÀre und die persönlichen Grenzen der Scham der Kinder. Dabei achte ich auf meine eigenen Grenzen.
5. Ich bemĂŒhe mich, jede Form von persönlicher Grenzverletzung bewusst wahrzunehmen und die notwendigen und angemessenen Maßnahmen zum Schutz der Kinder einzuleiten. Ich beziehe gegen jegliches diskriminierende, gewalttĂ€tige und sexistische Verhalten, ob in Wort oder Tat, aktiv Stellung. Verhalten sich Kolleg*innen sexuell ĂŒbergriffig oder gewalttĂ€tig, setze ich mich fĂŒr den Schutz der Kinder ein.
6. Ich höre zu, wenn die mir anvertrauten Kinder mir verstĂ€ndlich machen möchten, dass ihnen durch weitere Menschen seelische, verbale, sexualisierte oder körperliche Gewalt angetan wird. Ich bin mir bewusst, dass solche Gewalt von mĂ€nnlichen oder weiblichen TĂ€tern verĂŒbt werden kann und dass MĂ€dchen und Jungen zu Opfern werden können.
7. Ich kenne die Verfahrenswege und die Ansprechpartner*innen in unserer Einrichtung oder bei unserem TrĂ€ger. Ich weiß, wo ich mich beraten lassen oder Hilfe zur KlĂ€rung bzw. UnterstĂŒtzung bekommen kann und werde sie bei Bedarf in Anspruch nehmen.
8. Ich bin mir meiner besonderen Vertrauens-und AutoritĂ€tsstellung gegenĂŒber den mir anvertrauten Kindern bewusst. Ich handle nachvollziehbar und ehrlich. AbhĂ€ngigkeiten nutze ich nicht aus und missbrauche nicht das Vertrauen der Kinder.
9. Ich bin mir bewusst, dass jede gewaltgeprĂ€gte Äußerung oder Handlung und jede sexualisierte Handlung in der Beziehung zu Kindern disziplinarische und strafrechtliche Folgen hat.

Wenn ich Kenntnis von einem Sachverhalt erlange, der den Verdacht auf sexuellen Missbrauch nahe legt, teile ich dies unverzĂŒglich der zustĂ€ndigen Einrichtungsleitung und /oder einer zustĂ€ndigen Person unserer TrĂ€gerschaft mit.
3Verfahren bei Verdacht auf KindeswohlgefÀhrdung
Oberste PrioritĂ€t fĂŒr uns in der Einrichtung ist der Schutzauftrag:

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafung, seelische Verletzungen und andere entwĂŒrdigende Maßnahmen sind unzulĂ€ssig.“ § 1631 Abs. 2 BGB

Das Kindeswohl und KindeswohlgefĂ€hrdung sind unbestimmte Rechtsbegriffe. „Eine GefĂ€hrdung ist eine gegenwĂ€rtige, in solchem Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren Entwicklung eine erhebliche SchĂ€digung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lĂ€sst.“ (Bundesgerichtshof)

Jeder Fall ist eine komplexe Einzelfallentscheidung. Deshalb ist es unverzichtbar, im Team, mit der Leitung, dem Vorstand und weiteren Fachstellen das Verfahren anzustreben.

Handlungsabfolge bei Verdacht einer WohlgefÀhrdung:

EinschĂ€tzung des GefĂ€hrdungsrisikos unter Einbindung mehrerer FachkrĂ€fte (Leitung) und einer insoweit erfahrenen Fachkraft. ‱ Wahrnehmen
‱ Beobachten
‱ Dokumentieren (objektiv und sachlich)
‱ Kollegiale Beratung  Vernetzung
‱ GesprĂ€che mit der Insofern erfahrenen Fachkraft, Fachberatung
‱ GemĂ€ĂŸ Ablaufplan TrĂ€ger und Jugendamt einschalten

--> Einbeziehung der Personensorgeberechtigten, wenn dies den Schutz des Kindes nicht in Frage stellt.
--> TrÀger wirkt bei Personensorgeberechtigten auf Inanspruchnahme von Hilfen hin, wenn die GefÀhrdung nicht anders abgewendet werden kann.
--> Info ans Jugendamt, wenn die bisherigen Schritte nicht zur Abwendung der KindeswohlgefĂ€hrdung fĂŒhren bzw. dies nicht gewiss ist.
--> Im Jugendamt erfolgt die EinschÀtzung des GefÀhrdungsrisikos.

Die FachkrÀfte haben eine Meldepflicht.

Die GefÀhrdungseinschÀtzung ist eine fachliche Bewertung:
- Mögliche SchÀdigungen des Kindes in seiner weiteren Entwicklung
- Erheblichkeit der GefÀhrdungsmomente (IntensitÀt, HÀufigkeit, Dauer)
- Grad der Wahrscheinlichkeit (Prognose eines „Schadenseintrittes“)
- FĂ€higkeiten der Eltern, die Gefahr abzuwenden
- Bereitschaft der Eltern, die Gefahr abzuwenden

Die EinschÀtzungsskala ist die KiWo-Skala (KiTa) gem. §8a SGBVIII in Kindertageseinrichtungen. (KVJS Jugendhilfe. www.kvjs.de)

5. Partizipation - Kinder stÀrken durch Selbstwirksamkeit Selbstbestimmung

1Partizipation
Mit dem Begriff Partizipation sind verschiedene Arten und Formen der Beteiligung gemeint. Die 3 folgenden Begriffe spielen eine wesentliche Rolle:

‱ Mitbestimmung
‱ Selbstbestimmung
‱ Selbstverwaltung

Mitbestimmung
Die Idee eines Projektes kommt von einer erwachsenen Person. Alle Entscheidungen, die das Projekt betreffen, werden gemeinsam und demokratisch besprochen.

Selbstbestimmung
Die Idee wird von den Kindern eigenstĂ€ndig entwickelt. Sie wird von engagierten Erwachsenen unterstĂŒtzt oder gefördert. Die Entscheidungen fĂ€llen die Kinder, die Erwachsenen werden eventuell beteiligt. Sie tragen die Entscheidung aber mit.

Selbstverwaltung
Die Kinder haben vollstĂ€ndige Entscheidungsfreiheit ĂŒber das OB und WIE eines Anliegens, das den Erwachsenen lediglich mitgeteilt wird.
2Beschwerdemanagement fĂŒr Kinder
Kinder haben das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln. Kinder sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie zu betreffenden Entscheidungen zu beteiligen.
Sie sollen sich beschweren dĂŒrfen und Gehör finden und wir Erwachsenen mĂŒssen sie dabei ernst nehmen und Vorbild sein.
Vorbild sein können wir z.B., indem wir den Kindern „ihr“ Problem aus einem anderen Blickwinkel zeigen, Toleranz ĂŒben und das soziale Miteinander im Blick haben.
Wenn ein Kind das GesprÀch sucht und sich mitteilen will, ist es wichtig, dass wir Erwachsenen zuhören, GesprÀche lenken und/oder begleiten und gegebenenfalls Hilfestellungen im Konfliktlöseprozess geben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, positive oder negative GefĂŒhle auszudrĂŒcken.
‱ NONVERBAL : Gestik, Mimik
‱ VERBAL : Aktives oder passives Beherrschen der Sprache
‱ KREATIV: Bildnerisches Gestalten, Musik, Tanz, Bewegung
‱ EMOTIONAL: Positive oder Negative GefĂŒhlsĂ€ußerungen

Diese Möglichkeiten der GefĂŒhlsĂ€ußerung sind Signale, die von den Erzieher*innen wahrgenommen werden mĂŒssen.

Voraussetzungen fĂŒr ein gutes Beschwerdemanagement der Kinder sind:
‱ Ein geeigneter Rahmen, um sich wohl und sicher zu fĂŒhlen wie z.B. im Abschlusskreis: Was war gut/schlecht? Daumen hoch/runter!
‱ Ein wertschĂ€tzendes, emotionales Klima
‱ Unsere volle Aufmerksamkeit
‱ Schnelle Reaktion auf das Verhalten des Kindes
‱ Die Richtigkeit der Interpretationen
‱ Eine interessierte und von Akzeptanz geprĂ€gte Haltung
‱ Engagement von Seite der Erzieher*innen
‱ FeinfĂŒhligkeit, was die Reaktion betrifft
3Gelebte Partizipation - Beteiligungsverfahren fĂŒr die Kinder in unserem Kindergarten
Es ist wichtig fĂŒr die QualitĂ€t unserer Arbeit, dass wir uns folgende Frage immer wieder stellen:

Wie wird Beteiligung bei uns im Waldkindergarten tatsÀchlich gelebt?
Welche konkreten Methoden und Ideen haben wir, damit die Kinder sich in dieser Sache ernst genommen fĂŒhlen?

Zuallererst braucht es einfĂŒhlsame Mitarbeiter*innen, die ein offenes Ohr fĂŒr die Anliegen der Kinder haben. Außerdem ein waches Auge bei der Beobachtung, um das Wohlbefinden der Kinder sicherzustellen und die Stimmung einzufangen. Dies ist fĂŒr uns Erzieher*innen ein pĂ€dagogisches SelbstverstĂ€ndnis.

Konkret können die Kinder bei uns in folgenden Bereichen, bei folgenden Themen oder durch folgende Verfahren Partizipation leben:
‱ Im Freispiel / freie Angebote
‱ Themenauswahl und Mitbestimmung bei Morgenkreisen, Projekten, Kochtagen, Bepflanzung des Hochbeetes, Platzgestaltung und Umsetzung von Ideen auf dem KindergartengelĂ€nde
‱ Dienste: Klingeldienst, Seifendienst, Wasserdienst, Gießen der Pflanzen
‱ Vesperspruch, BegrĂŒĂŸungs-und Abschiedslieder
‱ Geburtstage : Motto, Gestaltung
‱ Regeln gemeinsam ĂŒberdenken und anpassen
‱ Abstimmungen mit Steinen
‱ Kinderkonferenzen mit Redestab
‱ BotengĂ€nge zur anderen Gruppe
‱ Patenschaften
‱ Kinder als Experten

Uns ist bewusst, dass wir immer dran bleiben mĂŒssen und uns die Frage immer wieder stellen sollten: Wo wollen wir noch hin? Was ist unser Ziel?

6. Resilienz

1Resilienz ist das Immunsystem der Kinderseele
Resilienz ist die FÀhigkeit, schwierige Ereignisse und Herausforderungen zu erkennen, erfolgreich zu meistern und sogar gestÀrkt aus einer solchen Situation hervorzugehen.

Resilienz ist erlernbar. Wir alle können das Immunsystem der Seele unserer Kinder prĂ€ventiv stĂ€rken. DafĂŒr gibt es die sogenannten Resilienzfaktoren bzw. Schutzfaktoren.

Unter diesen Schutzfaktoren versteht man bestimmte Eigenschaften des Kindes, die sich schĂŒtzend und stĂ€rkend um dessen Seele legen. Diese Eigenschaften erwirbt das Kind in der Interaktion mit seiner Umwelt und durch die erfolgreiche BewĂ€ltigung von altersspezifischen Entwicklungsaufgaben.

An dieser Stelle möchten wir die 6 Resilienzfaktoren in den folgenden Punkten nennen:
2SELBSTWAHRNEHMUNG - „Ich verstehe mich selbst weil ich weiß, was ich fĂŒhle.“
Damit unsere Kinder lernen, sich selbst wahrzunehmen, ist es wichtig, ihr GespĂŒr fĂŒr den eigenen Körper und die eigenen GefĂŒhle zu fördern.

So fÀllt es ihnen leichter:
‱ Wenn sie sich selbst spĂŒren und reagieren können.
‱ Wenn sie ein gesundes Selbstbewusstsein haben.
‱ Durch soziale Kontakte
‱ Wenn man seine StĂ€rken und SchwĂ€chen kennt.
‱ Durch ein gutes Bild von sich selbst
3SELBSTSTEUERUNG - „Wohin mit meinen GefĂŒhlen?“
Um die FĂ€higkeit zu entwickeln, sich selbst regulieren zu können, brauchen die Kinder unsere UnterstĂŒtzung, indem wir:
‱ Ihnen Strategien und Handlungsweisen anbieten, die ihnen dabei helfen, mit ihren GefĂŒhlen und Impulsen umzugehen.
‱ Ihnen stets zur Seite stehen
‱ Sie annehmen, wie sie sind
4SELBSTWIRKSAMKEIT - „Ich bewirke etwas und dieses Etwas ist sogar richtig gut!“
Um die Kinder an dieser Stelle zu stÀrken, ist folgendes wichtig:
‱ Ihnen Verantwortung zu ĂŒbertragen und sie in tĂ€gliche AblĂ€ufe einzubeziehen.
‱ Anerkennung, Liebe, Akzeptanz und WertschĂ€tzung zu geben
‱ Ihnen ihre StĂ€rken aufzuzeigen
‱ Ihnen Möglichkeiten geben, ĂŒber sich hinauszuwachsen.
‱ Ihnen ehrliche RĂŒckmeldung zu geben und Hilfe zur Selbsthilfe anbieten
5SOZIALE KOMPETENZ - „Ich verstehe Dich weil ich weiß, was Du fĂŒhlst.“
Die soziale Kompetenz als Grundbaustein der Resilienzförderung beinhaltet fĂŒr uns:
‱ Auf andere Menschen zugehen zu können
‱ Sich selbst zu behaupten
‱ Konflikte selbstĂ€ndig lösen zu können

All diese Kompetenzen fördern wir bei unseren Kindern, indem wir sie in ihrem Tun und Handeln ernst nehmen, ihnen zuhören und sie bestÀrken.
6PROBLEMLÖSEFÄHIGKEIT - „Hilf mir, es selbst zu tun!“
Wir mĂŒssen unseren Kindern zutrauen, Probleme gezielt anzugehen. Dabei ist es wichtig, ihnen bei Bedarf Hilfestellung zu geben und sie dazu zu ermutigen, eigene Lösungen zu finden, um ans Ziel zu gelangen.

Was wĂŒrde Pippi Langstrumpf sagen?
„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“
7ADAPTIVE BEWÄLTIGUNGSKOMPETENZ - „Ich kenne meine Grenzen!“
Dieser Schutzfaktor befĂ€higt unsere Kinder dazu, festzustellen, ob sie eine schwierige Situation selbstĂ€ndig bewĂ€ltigen können oder ob sie unsere UnterstĂŒtzung benötigen.
Um diese Kompetenz zu fördern ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit den Kindern schwierige Situationen erkennen. Anschließend sollten wir diese reflektieren und uns dann gezielt Zeit nehmen, mit ihnen ins GesprĂ€ch zu kommen.
Wir nehmen sie in ihren Anliegen ernst und stellen ihnen Fragen. Es ist fĂŒr uns von großer Bedeutung, ein solches GesprĂ€ch positiv zu beenden und dem Kind das GefĂŒhl zu geben, dass es in einer solchen Situation nicht alleine ist.

Durch eine liebevolle Begleitung und dem wohlwollenden Rahmen, den wir den Kindern geben, haben sie die Möglichkeit, ihre persönlichen Schutzfaktoren zu entwickeln und sich fĂŒr das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu rĂŒsten.

7. Vernetzung zum Kinderschutz

1Psychologische Beratungsstelle Esslingen
Landratsamt Esslingen
Pulverwiesen 11
73726 Esslingen a. N.
Tel. 0711/3P02-42671
2Psychologische Beratungsstelle NĂŒrtingen
Ladratsamt Esslingen
Außenstelle NĂŒrtingen
Am Obertor 29
72622 NĂŒrtingen
Tel: 0711 3902-42828
3Psychologische Beratungsstelle Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen
Filderstadt
Eisenbahnstr. 3
70794 Filderstadt
Tel: 0711 702096

Echterdingen
Gartenstr. 2
70771 Leinfelden-Echterdingen
Tel: 0711 7979368
4Psychologische Beratungsstelle Caritasverband NĂŒrtingen
Werastr. 20
72622 NĂŒrtingen
Tel: 0722 2158-0
5Psychologische Beratungsstelle Stiftung Tragwerk
Schlierbacher Str. 43
73230 Kichheim u. T.
Tel: 07021 485590
6KOMPASS-Beratungsstelle bei vermutetes sexueller Gewalt
Marstallgasse 3
73230 Kichheim u. T.
Tel: 07021 6132
7Wildwasser Esslingen e.V. bei vermuteter sexueller Gewalt
Merkelstraße 16
73728 Esslingen a. N.
Tel: 0711 355589
8Pro Familia
Wellingstraße 8-10
73230 Kichheim-Teck
Tel: 07021 3697
9Fachberatung Kindertagesbetreuung fĂŒr: Kindertageseinrichtungen und den Tageselternverein
Landratsamt Esslingen
Pulverwiesen 11
73726 Esslingen a. N.
Tel: 0711 3902-48321
kindertagesbetreuung@lra-es.de
10Kreisjugendring Esslingen fĂŒr: JugendhĂ€user, JugendhausĂ€hnliche Einrichtungen, Mobile Jugendarbeit
Kinder- und Jugendhaus Aichtal
Straße zur Rudolfshöhe 25
72631 Aichtal-Aich
Tel: 07127 960827
kindeswohl@kjr-es.de
11Beratungsstelle Sucht und PrÀvention
Landratsamt Esslingen
Kirchstr. 17
72622 NĂŒrtingen
Tel: 0711 3902-48480